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Jochen Schmidt "Schneckenmühle"
Lesung & Gespräch in der Reihe "Kempowski & Kollegen"

Jens ist 14 geworden und darf zum letzten Mal ins sächsische Ferienlager Schneckenmühle fahren, dort kann man Skat spielen, Fußball und Tischtennis, muss allerdings auch auf Wanderungen gehen, in den Zoo oder nach Dresden fahren, und vor allem sind da die endlosen Nächte mit Quatsch und Gesprächen über Mädchen. Nur Tanzen in der abendlichen Disko, das kommt nicht infrage, zum Tanzen ist Jens zu schüchtern. Nach einem Ausflug wird Jens krank und kommt auf die Krankenstation. Da taucht Peggy bei ihm auf, die von der Gruppe gehänselt wird, und bittet ihn, ihr Essen zu bringen, sie würde sich von nun an verstecken. Aber dann wird sie im Lager vermisst und die Polizei wird eingeschaltet. Die Sache spitzt sich zu, auch zwischen Jens und Peggy.

Es ist der Sommer 1989 in der DDR – und nicht nur den Jugendlichen stehen große Veränderungen bevor. Jochen Schmidts neuer Roman, mit großer Wärme, Detailfreude und Komik erzählt, berichtet von Zeiten des Umbruchs, hinreißend und anrührend – beste Unterhaltung!

"Jochen Schmidt ist ein Genie."
(Volker Weidermann, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 17.2.2013)

Jochen Schmidt ist ein waschechter Berliner (und das ist ja mittlerweile selten): er ist 1970 in Ost-Berlin geboren, studierte Informatik, Germanistik und Romanistik an der Humboldt Universität, 1999 gründete er die Lesebühne "Chaussee der Enthusiasten" mit, wo er heut noch regelmäßig seine Texte vorträgt. 2004 wurde er mit dem Förderpreis zum Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor ausgezeichnet. Für den Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb war er 2007 nominiert. Er arbeitet auch als Journalist für die "SZ", "FAZ", "taz" und andere. Und, gut zu wissen: Schmidt ist aktives Mitglied der deutschen Autorennationalmannschaft (Autonama)!

Jochen Schmidt war zuletzt in Rostock mit den Kurzgeschichten "Meine wichtigsten Körperfunktionen" und dem Journal "Schmidt liest Proust".

Eine gemeinsame Veranstaltung von: Kempowski-Archiv-Rostock und Literaturhaus Rostock

Jochen Schmidt "Schneckenmühle"
Mittwoch, 29. Mai 2013, 20.00 Uhr,
Ort: Literaturhaus Rostock, Doberaner Str. 21, 18057 Rostock
Karten: 6,00 € / 4,00 €*
*Ermäßigung gilt für Schüler, Studierende und Mitglieder im Literaturhaus-Verein

Als Walter Kempowskis literarisches Hauptwerk und Herzstück muss sicherlich seine neunbändige Deutsche Chronik gelten, in der er es vollbracht hat, seine eigene Familiengeschichte – und die seiner Vorfahren – so einzigartig literarisch darzustellen, dass sie zu einer exemplarischen deutschen Chronik des 20. Jahrhunderts wurde.

"Herzlich willkommen" bildet den letzten Band. Nach der vorzeitigen Entlassung aus dem Zuchthaus Bautzen im März 1956 übersiedelte der damals 27jährige Kempowski zunächst nach Hamburg zu seiner Mutter. Bald darauf nahm er in Göttingen ein Pädagogikstudium, das er 1960 abschloss. Diese Jahre sind geprägt durch die nachgeholte Bildung: ausgedehnte Lektüre, Beschäftigung mit Musik, Kunst und Geschichte. Hier lernt er auch seine Frau Hildegard kennen, der es ein ganz wichtiges Anliegen war, diesen Roman selbst einzulesen. Sie studierte ebenfalls Pädagogik und unterrichtete danach als Lehrerin. Hildegard Kempowski leitet die Kempowski Stiftung im Haus Kreienhoop und hält deutschlandweit Lesungen mit den Werken ihres 2007 verstorbenen Mannes ab.


Das Kempowski Archiv Rostock. Ein bürgerliches Haus e.V. plant im September 2013 die Durchführung einer Non-Stop-Lesung des ersten Teils des Echolots in der Marienkirche Rostock. Für die Lesung wurde der Zeitraum von einer Woche avisiert. Die Lesung soll in der Hansestadt durch weitere Veranstaltungen begleitet werden.
Zur Mitwirkung an dieser ungewöhnlichen Lesung sind alle Interessierten eingeladen. (Weitere Informationen)

Das Archiv bietet Interessenten den stadtgeschichtlichen Rundgang "Auf den Spuren der Familie Kempowski in Rostock" mit Gerd Hosch an. Eine 90 minütige Zeitreise zwischen Kempowski-Archiv und Steintor-Vorstadt.

Termine: 26.05.; 30.06.; 28.07.; 25.08.; 29.09.,
um 10.30 Uhr.
Treffpunkt: vor dem Archiv im Klosterhof 3.
Gruppenführungen auch zu anderen Zeiten nach vorheriger Vereinbarung.
Preis pro Person 4 Euro

»Kempowskis Rostock– Eine Spurensuche in Texten«
Fotografien aus dem Archiv von Gerhard Weber
Ausstellung vom 21. März bis 20. April 2013
Stadtbibliothek Bremen – Zentralbibliothek / Wall-Saal
(Weitere Informationen)

Wenn das man gut geht! - Aufzeichnungen 1956-1970

Gebundenes Buch, Leinen mit Schutzumschlag, ca. 624 Seiten,
13,5 x 21,5 cm
Mit zahlreichen bisher unveröffentlichten s/w-Aufnahmen
ISBN: 978-3-8135-0367-8
ca. € 29,99 [D] | € 30,90 [A] | CHF 40,90* (* empf. VK-Preis)
Verlag: Knaus

Dieser Titel erschien am: 10. September 2012

Ein literarisches Ereignis von Rang!

Kurz vor seinem Tod hat Walter Kempowski seinen langjährigen Mitarbeiter Dirk Hempel mit der Herausgabe des sogenannten »Sockeltagebuchs« betraut. Darin wird nicht nur die geistige Verfassung der jungen Bundesrepublik dokumentiert, sondern auch sein Werdegang zum Schriftsteller. Das Werk mit bisher unveröffentlichtem Material komplementiert seine bereits veröffentlichten vier Tagebücher.

Nach seiner Entlassung aus dem Zuchthaus Bautzen im März 1956 beginnt für Walter Kempowski im Westen ein zäher Kampf um eine bürgerliche Existenz. Abitur und Pädagogikstudium, Dorfschullehrer, die Gründung einer Familie – das sind die Stationen. Präzise verzeichnet er in dem vorliegenden Tagebuch seine alltäglichen Lebensumstände und die damit verbundenen Geldsorgen, gibt Aufschluss über das politische Klima, über die Atmosphäre und geistige Situation der Adenauer-Zeit. Vor allem aber liefert das Buch ein Porträt des Autors als junger Mann. Unter dem Eindruck seiner Kafka-Lektüre beginnt er zu schreiben, treibt Familienforschung (woraus sehr viel später seine »Chronik« entsteht) und schafft es nach mehreren Anläufen, seinen Haftbericht »Im Block« zu veröffentlichen.

Walter Kempowski, dem Zeit seines Lebens der mythische Held Sisyphos Vorbild für sein Schaffen war, erleben wir hier beim ersten Wälzen eines gewaltigen Felsbrockens. (Quelle: Knaus Verlag)

Bitte beachten Sie auch die Hinweise zu weiteren Neuerscheinungen!

Ab 01.10.2011 zeigt das Kempowski Archiv Rostock. Ein bürgerliches Haus e.V. eine kleine Sonderausstellung mit Zeichnungen des Dessauer Malers und Grafikers Olaf Rammelt, der den Autor Walter Kempowski porträtiert hat.

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Veranstaltungen und Neuigkeiten aus der Kempowski Stiftung
Haus Kreienhoop

© Tim Jockel
 
 
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Kempowski-Archiv-Rostock -
Ein bürgerliches Haus

Klosterhof Haus 3
18055 Rostock

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag
14.00 - 18.00 Uhr
Donnerstag
9.30 bis 12.00 Uhr



Fon: 0381/ 203 75 40

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Letzte Aktualisierung: 15.05.2013